Skip to content

Toska

 

Das Fundament der Doppelhalle der Base. Die Halle war für zwei Luftschiffe berechnet. Mit dem Bau der Halle wurde im Frühjahr 1915 begonnen und sie war im Herbst des gleichen Jahres fertiggestellt. Anfang 1916 wurde die 72 m hohe, 71 m breite und 180 m lange Halle auf 243 m verlängert, so dass in ihr die neuesten Zeppeline untergebracht werden konnten.

Die Halle bestand aus einem Metallskelett bekleidet mit Leichtbeton und Eternit. Sie hatte Schiebenpforten und war an beiden Enden mit drei parallel verlaufenden Schienensträngen ausgestattet, die an beiden Enden 250 m zum Bugsieren der Luftschiffe hinausreichten. In einem System von Rohren und Kanälen unter der Halle liefen Brennstoff für die Motoren, Wasserstoff für den Auftrieb und Wasser für Ballast. In Boden der Halle waren in passendem Abstand Ringe zur Vertäuung der Luftschiffe angebracht.

Die Wandfundamente sind nur an einzelnen Stellen zu sehen, aber drei der Montageblöcke der Pfortentürme sind sichtbar. Von den Laufrinnen der Schienenstränge sind die drei äußeren markiert durch Entfernen des Bewuchses. Auf dem eigentlichen Hallengrundstück ist nur die nördliche Laufrinne freigelegt und von hier aus gibt es Laufstege zu den Vertäuungsringen und Kanalanlagen. Von Südosten führt ein Betonweg zur Südmauer der Halle.

Fünf Zeppeline wurden in der Toska-Halle zerstört. Im November 1915 geriet das neu erbaute L18 während des Auftankens mit Wasserstoff in Brand. Im Dezember 1916 brach das Luftschiff L24 zusammen, als es während des Bugsierens durch einen Windstoß gegen Tosca geworfen wurde. Es geriet in Brandt und zündete L17 an, das in der Halle vertäut war. Im Juli 1918 brannten L54 und L60 aus, als die Halle von englischen Flugzeugen bombardiert wurde. Die Halle nahm nur geringfügigen Schaden und wurde erst 1923 abgerissen.

  • Toska
    Toska