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Kriegsgefangenengräber

 

Gedenkstein und 16 Gräber für Kriegsgefangene aus dem Gefangenenlager bei  Baistrup einige Kilometer südlich von Tingleff. Das Lager wurde kurz nach 1915 errichtet und bot Platz für etwa 3.000 Gefangene. Die Kriegsgefangenen waren eine Mischung aus russischen, britischen, französischen und belgischen Soldaten, die man bei Dränagearbeiten in der Gegend einsetzte.

Zu Beginn waren sowohl Kost als auch Logis sehr schlecht. Als Folge dessen und aufgrund früherer Strapazen starben im März und April 1915 zehn britische und fünf russische Gefangene. Sie wurden alle auf dem Tingleffer Friedhof beigesetzt und ihre Gräber mit einem einfachen Holzkreuz versehen. Im Juni 1915 bestattete man einen weiteren Kriegsgefangenen, einen Franzosen, den ein Blitzschlag getötet hatte.

Der Gedenkstein wurde vom Architekt Carl Brummer (1864-1953) entworfen und aus einen Stein von Göttrupfeld nahe Toftlund gemeißelt. Er trägt auf Englisch, Französisch, Russisch und Dänisch die Inschrift:„Zum Gedenken an die Soldaten, verstorben im Lager bei Baistrup. Die siegreichen  Waffenbrüder – Unsere Freunde“. Alle Grabsteine sind nach dem Standard des britischen Kriegsgäberkommitees gefertigt. Hinter der Errichtung des Gedenksteines stand ein Komitee, eingesetzt von den vier größten Wirtschaftsorganisationen Dänemarks. An der Einweihung nahmen eine große Anzahl hochstehenden Persönlichkeiten teil, hierunter auch der französische und der britische Botschafter.

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