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Schwere Batterie

 

Gesprengte Batterie, die als einzige der schweren Batterien in der Sicherungsstellung mit 2 Kanonen bestückt war. Es handelte sich um Schiffsgeschütze in Panzertürmen, die auf Betonfundamenten platziert waren. Vermittels einer Schienenbahn konnte durch den 250 m langen Batteriegraben schnell Munition von zwei Doppelmagazinen auf beiden Seiten der zwei Kanonen herangebracht werden. Hinter dem Batteriegraben lag ein Deckungsgraben mit drei Mannschaftsräumen, alle mit Schießscharten zur Nahverteidigung. Der mittlere, eine sogenannte Kaponiere, ragte hinaus in den Laufgraben, sodass er diesen bestreichen konnte.

Die Kanonen hatten ein Kaliber von 24 cm und stammten zusammen mit den Panzertürmen von einen ausrangierten Kriegsschiff. Es handelte sich somit nicht um das modernste Geschütz. Die Kanonen hatten jedoch eine Reichweite von ca. 16 km, und da die Batterie etwa 4 km hinter der vordersten Linie lag, konnten sie somit ein Gebiet von bis zu 12 km vor der Stellung erreichen. Die Batterie war eine von insgesamt 6 schweren Batterien, die 4-10 km hinter der Stellung lagen.

Die Batterie ist wie die meisten Bunker in der Stellung vollständig gesprengt worden. Nach der Wiedervereinigung zeigte eine Untersuchung der Stellung, dass eine nach Norden ausgerichtete Verteidigungslinie so nahe an der deutsch-dänischen Grenze unzweckmäßig sei. 1922 unternahmen man die ersten Sprengungen und 1923-26 wurde der größte Teil der Bunker der Stellung gesprengt, die Gammelskov Batterie im August 1923.

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