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Das Gefallenendenkmal in Sonderburg

 

Auf dem Kirchplatz östlich der Marienkirche steht ein vier Meter hoher Sockel mit den Namen von Sonderburgs 102 Gefallenen. Dieser wird gekrönt von einem Cenotaph – einem leeren Grab. Das Denkmal wurde gemeinschaftlich von dänischen und deutschen Bürgern errichtet, und man beschloss, keine anderen Inschriften als „1914-1918“ auf dem Cenotaph, sowie Namen und Jahreszahlen auf dem Sockel anzubringen.

Architekt Thomas Havning (1891-1976) entwarf das Denkmal, und es wurde vom Bildhauer Iversen aus Sonderburg angefertigt. Die Enthüllung fand statt am 20. Mai 1923, und die Reden hielt man sowohl auf Dänisch als auch auf Deutsch. Das Denkmal kostete 19.000 Kronen, wovon die 7.000 eingesammelt waren und der Rest von der Stadt Sonderburg geschenkt wurde. 

Das leere Grab ist ein klassisches Motiv und deshalb unmittelbar neutral. Die Gestaltung in Sonderburg erinnert jedoch sehr an das britische Denkmal für die Gefallenen der Nation, dass kurz nach Kriegsende in London errichtet wurde.

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    Das Gefallenendenkmal in Sonderburg