Die Marinestation

 

Als Teil des Ausbaues der deutschen Flotte in den Jahren vor dem Weltkrieg wurde in Sonderburg eine Marinestation und eine Seeartillerieschule errichtet. Die eigentliche Marinestation bestand aus einer Kaianlage und zwei roten Ziegelsteingebäuden, die bis vor kurzem als Feldwebelschule dienten. Das nördliche Gebäude beherbergte die eigentliche Seeartillerieschule und war Anfang 1907 fertiggestellt. Das südliche war ein Kasernengebäude für die Stammbesatzung und man begann mit dem Bau im Frühjahr 1907.

Westlich der Kaserne errichtete man im Engelhöhenweg Villen für höhere Offiziere und südlich baute man in der Helgolandstrasse und am Jungfernstieg Wohnungen für Offiziere und Unteroffiziere. Schließlich baute man auch ein Garnisonslazarett, das 1911 in den Dienst genommen wurde. Eine Reihe von zivilen Vorrichtungen und Institutionen wurde auch erweitert, um so dem gewaltigen Anwachsen der Bevölkerung Rechnung zu tragen, die von 5.000 auf 8.000 Menschen anstieg.

Nach der Wiedervereinigung zog das dänische Militär im nördlichen Flügel ein, während der südliche bis 1924 als Schule für Kriegsinvaliden diente. 1926 hielt die Feldwebelschule ihren Einzug und mit deren Schließung 2014 ist die militärische Geschichte der Gebäude beendet.

  • Die Marinestation
    Die Marinestation