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Küstenbatterie

 

Mittelschwere Küstenbatterie mit vier Kanonenstandorten, Kommandobunker bestehend aus drei Räumen und einen anschließenden Mannschaftsraum. In der Küstenschrägung westlich des Bunkers liegt ein Munitionsbunker, von wo aus die Munition vermittels einer Schienenbahn zu den Geschützen gebracht werden konnte.

Der Beobachtungsbunker hat fünf Aussichtsspalten nach Norden, Süden und Osten. In einem jetzt zugemauerten Loch in der gewölbten Deckenrundung befand sich ein Periskop. In den Revolutionstagen 1918 wurde es von den deutschen Soldaten an die Besatzung des dänischen Kreuzers Valkyrien verkauft. Der Eingangsraum und ein Seitenraum haben Schießscharten zu Nahverteidigung. Der Mannschaftsraum ist teilweise eingegraben und besteht aus einem Gang mit drei gewölbten Räumen, in der Westwand gibt es den Eingang und vier Fenster. Die Kanonenstandorte liegen nördlich und südlich des Bunkers und sind aus Beton. Die Pivoten um die sich die Kanonen drehen sollten, sind nach wie vor im Beton zu sehen.

Die Batterie war mit vier 10,5 cm Schiffskanonen bestückt, die von Erdwällen umgeben waren. Mit einer Reichweite von ca. 10 km konnten sie die Küste von Fünen erreichen. Ihre Hauptaufgabe war es, die Schiffspassage und die deutschen Minenfelder zu sichern und die Vorpostenboote zu unterstützen, die in Aarösund stationiert waren. Auf Aarö selbst gab es einen Beobachtungsposten, bei dem man auch ein Geschütz aufgestellt hatte.

Nach dem Krieg meißelte man mehrere Fenster in den Kommandobunker, der zeitweilig als Eiskiosk diente. Mitte der 1990er Jahre wurde der Bunker wieder in seine ursprüngliche Form zurückgebaut, jedoch ohne die Eisenschotte der Schießscharten.

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