Das Gaswerk

 

Pförtnerhaus und Gasmeisterwohnung mit Werkstatt, samt Blashalle des Gaswerks der Luftschiffbase. Mit dem Bau des Werkes wurde Ende 1915 begonnen, und es wurde in den folgenden Jahren laufend erweitert. Voll ausgebaut hatte es eine Tageskapazität von 10.000 m³ Wasserstoff und eine Lagerkapazität von 33.000 m³. Das Gaswerk lag ca. einen halben Kilometer von den übrigen Gebäuden der Base entfernt und war umgeben von einer 2 m hohen Mauer, dessen Fundament man nach wie vor verfolgen kann.

Der Wasserstoff wurde hergestellt, indem man Wasserdampf mit erwärmter Eisenmasse reagieren ließ, die die Wassermoleküle spaltete, indem sie den Sauerstoff band und den Wasserstoff frei setzte. Anfangs wurde der Wasserstoff mit speziellen Eisenbahnwaggons in die Hallen hinausgebracht, später auch über eine Rohrleitung.

Der Wasserstoff gab den Luftschiffen ihren Auftrieb. Das kleinste Luftschadschiff der Base vom Typ Parsefall enthielt 13.600 m³ Wasserstoff, während das größte der Base, der Zeppelin L 60, ca. 55.000 m³ enthielt. Während des Fluges verlor man aufgrund von Undichtigkeiten einen Teil der das Wasserstoffes und weil man Wasserstoff abließ, um das Luftschiff zu trimmen. In den Zeppelinen lagerte man den Wasserstoff in 18 voneinander getrennten Zellen, die aus Blinddärmen von Kühen hergestellt waren und die in dem stoffbezogenen Aluminiumskelett des Luftschiffes aufgehängt waren.

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