Flughangar

 

Hangar vorgesehen für das Unterbringen von Flugzeugen zur Nahverteidigung der Luftschiffbase. Der 70 m lange, 20 m breite, und zehn m hohe Hangar wurde im Herbst 1915 in den Dienst gestellt. Das Dach wird von einem Eisengitter getragen, das über das ganze Areal des Hangars spannt und nur von den Längswänden gestützt wird. An der Nordmauer liegen eine Reihe von Werkstätten und Depots, welches auch an der Westmauer der Fall gewesen ist. Bei der Errichtung bestand die Südseite der ganzen Länge des Hangars aus drei großen Schiebetüren, die heute von einer gemauerten Wand mit vier kleinen Pforten ersetzt worden sind.

Der Hangar beherbergte während des Weltkrieges mehrere unterschiedliche Flugzeuge, aber selten mehr als vier gleichzeitig und nie die neuesten Modelle. In Zusammenarbeit mit Maschinengewehrposten auf der eigentlichen Luftschiffbase und zwei Luftabwehrbatterien bei Twed und Abel sollten die Flugzeuge Angriffe auf die Base verhindern. Die Verhältnisse waren jedoch nicht optimal, größte Probleme verursachten die Wiesen, die als Landebahnen dienen sollte. Sie waren zu unben und weich und führten zu mehreren Havarien und kosteten etliche Leben. Mitte Mai 1918 wurde das Flugpersonal abgezogen und es waren deshalb keine Flugzeuge verfügbar, als die Engländer am 19. Juli 1918 angriffen.

1920 benutzte man die große Halle zum Abhalten eines Wiedervereinigungsfestes. Sie wurde danach vom dänischen Militär übernommen, das sie eine Zeit lang für seine Flugzeuge nutzte, aber später zur Aufbewahrung von Fahrzeugen. Bei Schließung der Kaserne in Tondern ging das Gebäude in den Besitz von Naturstyrelsen über.

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