Flankenbunker

 

Flankenbunker für ein Maschinengewehr mit zwei Räumen. Der Mannschaftsraum hat in der Decke einen Schacht für ein Periskop und mitten in der Südmauer einen Licht- und Belüftungsschacht mit schrägen Seiten zum Schutz vor Granatsplittern. Die Decke ist unverputzt und besteht aus Metallträgern und eingefügten Brettern. Der Raum hat zwei verdeckte Eingänge, von denen einer in den Geschützraum führt.

Im Falle eines Kampfes würde der Bunker mit einem Maschinengewehr ausgestattet worden sein, vermutlich mit dem wassergekühlten MG08 auf einer Lafette. Es konnte 3-400 Schuss in der Minute abgeben und mit einer Reichweite von etwa 2000 m konnte es ohne Probleme den nordöstlichen Zufahrtsweg nach Toftlund bestreichen.

Der Bunker lag in der vordersten Schützengrabenlinie, die hier hauptsächlich entlang der Südseite des Toftlunder Waldes verlief. Die Eingänge wenden nach Süden, während die Hauptausrichtung der Schießscharten Nordost ist. Das Grundwasser steht in diesem Gebiet hoch und der Bunker ist deshalb teilweise über der Erde gebaut, war aber damals durch den Wald verborgen. Das Gelände davor war damals so sumpfig, dass unüblich nur eine Reihe Stacheldraht aufgestellt wurde. Mit Hilfe eines Sperrwerkes nordwestlich von Toftlund konnte die Umgebung zudem überschwemmt werden.

Nach dem Krieg wurde das Dach des Bunkers eine Zeitlang als Fundament für einen Tanzpavillon einer Gaststätte verwendet.

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