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Flankenbunker

 

Flankenbunker für Maschinengewehr mit verdecktem Eingang mit Schießscharte zur Nahverteidigung. Der Bunker besteht aus einem Raum mit acht Hängematten-Haken. In der Mitte der östlichen Mauer befindet sich eine Schießscharte für das Maschinengewehr, südlich davon ein Beobachtungsschacht und am nördlichsten ein doppeltgebogener Lichtschacht. Die Funktion der holzverkleideten Nische in der Decke über der Schiessscharte ist nicht bekannt. Vielleicht liegt es daran, dass die Gestaltung des Bunkers einem niedrigeren Bunker angepasst ist, in die die Nische es ermöglichten sollte, das Maschinengewehr bei einem Ladefehler zu öffnen.

Der Bunker ist als der Einzige der Sicherungsstellung recht genau datiert. Auf der Innenseite des Türbalkens ist in den nassen Putz eingeritzt: „XVI/X/1917, d.h. 16/10/1917. Darunter steht ein Namenszug beginnend mit G. Es gibt verschiedene Namen im Bunker, einige in den Putz geritzt, andere mit ein Bleistift geschrieben und ein einzelnes mit Kreide.

Der Bunker liegt hoch und sichtbar und war deshalb als Hünengrab getarnt. Er ist etwa nach Südosten ausgerichtet und lag zwischen der Hauptlinie der ersten und zweiten Schützergrabenlinie. Aufgrund eines kleinen Knicks in der etwa ost-westlich verlaufenden Stellung konnte das Maschinengewehr des Bunkers nach Osten hin das Gebiet davor und zwischen den Schützengräben bestreichen, die hier auf der Spitze eines 25 m hohen Abhangs verliefen. Der Bunker sicherte die Rückseite eines Schützengrabenvorsprunges vor der Hauptstellung am Höhenzug Kalkenberg.

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