Skip to content

Mannschaftsbunker

 

Bunker in einer Größe für einen Halbzug mit zwei verdeckten Eingängen und als Besonderheit vier vergitterten Fensternischen. Der Zweck ist unbekannt, aber die beiden Nachbarbunker sollen genauso konstruiert gewesen sein. An jeder der beiden Türen gibt es Ösen, so dass sie von außen zugesperrt werden konnten. Der Bunker ist jedoch kaum als Gefängnis vorgesehen gewesen, aber vielleicht als Depot, wenn die Stellung nicht bemannt war. In einer Kampfsituation sollte er aber vermutlich als Mannschaftsraum genutzt werden, und es ist möglich, dass die Falz um die Fenster dazu gedacht war, Metall-Schotte zu befestigen.

Der Bunker trägt als einziger der Sicherungsstellung einen Namen. In seiner Mitte ist der Frauenname „Elfriede“ in den Putz eingeritzt und über jeder Tür die Jahreszahl „1917“. Im Fußboden kann man an mehreren Stellen die Abdrücke von nagelbeschlagenen Soldatenstiefeln sehen.

Der Bunker lag in der zweiten Schützengrabenlinie, die in südwestlicher Richtung verlief und Teil der westlichen Seite eines Vorsprunges bei Arrild war. Der Bunker ist so angelegt, dass der Eingang in etwa nach Süden zeigt. Der vorderste Schützengraben lag etwa 400 m nordwestlich.

Der Bunker wurde zwischen 1920 und 1923 zugeschüttet und erst Weihnachten 2010 wieder freigelegt.

  • Mannschaftsbunker
    Mannschaftsbunker