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Der Ballumdeich

 

Der Deich wurde errichtet, um Ballum Wiese gegen Überschwemmungen zu schützen. Er erstreckt sich von Ballum im Süden bis Astrup im Norden und hat eine Länge von etwa 10 km. In der Mitte unterbricht ihn eine Schleuse beim Auslauf der Bredau. Mit dem Bau des Deiches begann man im Frühjahr 1914, aber die Arbeit kam bei Kriegsbeginn fast zum Stillstand. Ein Teil der 225 Arbeiter wurde eingezogen, während man den größten Teil internierte, weil es sich um russische Saisonarbeiter handelte. 

In den Kriegsjahren bestand die Arbeitsmannschaft zum größten Teil aus wechselnden Gruppen französischer und russischer Kriegsgefangener. Sie führten in der Hauptsache manuelle Grabungsarbeiten aus, während vier große Bagger von deutschen Arbeitern bedient wurden. Die Kriegsgefangenen bekamen jedoch Unterstützung von sowohl deutschen Rekonvaleszenten von der Front, als auch von deutschen Kavalleristen.

Die Anzahl der Kriegsgefangenen und zivilen Mitarbeiter schwankte stark, kam aber nie über 300 Mann. In der Winterzeit wurde die Arbeit eingeschränkt und nur mit den Baggern fortgesetzt. Die Gefangenen waren in zwei großen gut eingerichteten Baracken untergebracht. In der einen gab es einen Gemeinschaftsraum, der zeitweilig als Gebetsraum für die russischen Kriegsgefangenen muslimischen Glaubens genutzt wurde.

 

Die Schleuse war 1915 fertiggestellt, Während die Arbeiten am Teich erst 1919 abgeschlossen werden konnten.

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